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Regatten 2011 des Langstrecken-Cup

Vorbereitungen
Auffahrts-Regatta 2.6.2011
Distanzfahrt Zürich - Rapperswil 11.6.2011
Tag- und Nachtregatta 25./26.6.2011
Distanzfahrt Herrliberg 16.7.2011

Halbinsel Au-Cup 3.9.2011
Distanzfahrt Enge 17.09.2011

Untenstehende Bilder stammen aus dem
Archiv des Zürcher Seglerverbands
(www.zsv.info). Hier findest du noch viel mehr Bilder in grosser Auflösung.


Vorbereitungen

Irgendwann im Winter gab's den Wunsch, wieder einmal an den Anlässen des Langstreckencups dabeizusein, auch wenn es halt mit der kleinen und langsamen Etap ist.

Viele Fragen standen aber im Raum: Zustand Schiff, Zustand Segel, Vermessung, Termine, Regatta-Team, Überführungen, Skipper, Projektorganisation, Kosten, Sponsoren, Ausbildung, Training, Informationen, Werbung, Sitzungen, Terminreservationen, und dann auch noch die Administration vorher, während und nachher inkl. diese Berichterstattung.

Ende Mai gab's einen grösseren Anlass: Die "Iris" wurde am Kran aus dem Wasser gehievt und das Unterwasser gründlich gereinigt (das Schiff war den ganzen Winter durch im Wasser). Im Winter wurden neue Segel beschafft, quasi die Ersatzsegel, die nun ausnahmsweise für die Regatten eingesetzt werden. Da sind viele Leute aus dem Segelclub involviert, nicht nur diejenigen, welche die Regatta segeln. Herzlichen Dank für den Einsatz und die Unterstützung. Toni Baur

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Etap20 "Iris" unterwegs an der Auffahrtsregatta in Pfäffikon (Bild ZSV, Martin Tschupp)


Auffahrts-Regatta 2.6.2011

offizielles Resultat

Bei sehr heftiger Bise segelten Kathrin und ich am Mittwochabend im ersten Reff in weniger als 2 Stunden nach Wädenswil, wo ich dann auf dem Schiff übernachtete. Am nächsten Morgen um 8:30 kamen dann Kathrin und Elisabeth, wir segelten wieder im Reff - nach dem Wechsel der Segel - nach Pfäffikon.

"Iris" vor der ersten BojeDer Wind wurde jetzt aber etwas schwächer, wir refften für die Regatta aus. Der Start um 11 Uhr war hervorragend, allerdings gab's einen allgemeinen Rückruf, zu viele Schiffe waren zu weit über der Startlinie. Um 11:15 dann wieder einen guten Start und gute Fahrt am Wind nach Stäfa zur Luvboje (von dort stammt das Bild), die wir als Letzte rundeten, knapp hinter der Varianta "Loulou" und Sun Fast "Sternschnuppe". Zur nächsten Boje bei Uerikon/Hombrechtikon ging's wieder am Wind, bei teils böigem, teils nachlassendem Wind. Von hier mussten wir nochmals zurück zur Boje vor Stäfa segeln (natürlich wieder am Wind), von wo es dann bei immer schwächer werdendem Wind immer noch am Wind hinter die Insel Ufenau zur letzten Boje ging. Die Zieleinfahrt bei Pfäffikon war praktisch windstill, für die letzten 200 Meter benötigten wir eine ganze Stunde. Der wahre Wind war praktisch immer genau querab, mit dem Fahrtwind zusammen also immer am Wind. Wir konnten den Spinnaker nie setzen, auch die anderen Boote verzichteten weitgehend auf die grossen Vorsegel. Zu Beginn hatten wir 3-4 bf Wind aus NE, am Schluss ein Hauch aus SW. Es war den ganzen Tag über bedeckt, die Sonne drückte aber durch die Wolken und gab warm.

Um 17 Uhr übernahm David mit Brigitta und Jakob das Schiff und waren um 20 Uhr wieder im Hafen Wollishofen, der Wind hatte wieder aufgefrischt. Vorher mussten wir noch den Motor reparieren, der Propeller drehte nicht mehr, der Scheerstift war gebrochen und musste zuerst noch ersetzt werden (aus diesem Grunde mussten wir den Steg in Pfäffikon ohne Motor anfahren).

Die gesamte Crew nahm um 20 Uhr an der Bekanntgabe der Rangliste und der Preisverleihung in Pfäffikon teil. Und als Abschluss transportierte ich um 22 Uhr mit dem Velo die Segel vom Hafen zu mir nach Hause.

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Distanzfahrt Zürich - Rapperswil 11.6.2011

offizielles Resultat

Wetterbericht mit Schwachwind, Regen, kalt - nicht gerade sehr einladend. Die Startlinie lag immerhin fast vor unserer Haustüre. Gegen 150 Boote tummelten sich beim Startschuss um 10:00 Uhr an der Startlinie, und sie blieben meistens auch gleich hier, der Wind hatte eine Stärke von 0 bf. Ein kleiner Hauch von N führte zu hastigem Spi-Setzen, etwas später gab's dann 1bf aus S, also Aufkreuzen mit diesem Schwachwind. Sehr lange waren wir voll im Feld dabei - auch die anderen Schiffe kamen nicht sehr viel schneller voran.

Nach 5 Stunden Schwachwindkreuzen standen wir noch nicht einmal vor Meilen, die Fähren fuhren immer noch vor uns hin und her, und für das Zwischenziel bei Obermeilen hätten wir noch etwa 3/4 Stunde benötigt - aber Schluss der Zwischenzielmessung war um 15 Uhr. Ziemlich frustriert über unseren "Erfolg" - peilten wir den Hafen Horgen an und besuchten das Bahnhofsrestaurant für einen heissen Kaffee.

Kurz vor 17 Uhr steigen wir wieder aufs Schiff und segelten dann mit dem Spi zurück nach Zürich. Und diese Fahrt war wunderschön und spannend. Der Wind kam immer noch aus SW bis S mit einer Stärke von ca. 2 bf, das reichte uns aber, um genau eine Stunde später vor dem Hafen Wollishofen das Spi-Segel wieder zu bergen - eine entspannende Schussfahrt, die den Frust über das verpasste Regattaziel etwas vergessen liess.

Am Sonntagmorgen schauten wir uns die Ranglisten und die Zieleinläufe an. Aus unserer Klasse waren wir die einzigen, die DNF ("did not finish") klassiert wurden. Einige Schiffe wurden noch  bewertet, obwohl sie lange nach dem offiziellen Regattaschluss (18:00 Uhr) die Ziellinie kreuzten. Hätten wir doch noch durchhalten sollen (so gegen 19:30 Uhr wären wir wahrscheinlich in Rapperswil angekommen)?

Toni Baur

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Tag- und Nachtregatta 25./26.6.2011

offizielles Resultat

Die Tag-Nacht-Regatta bei teils schönem Wind und insbesondere das nächtliche Segeln unter Spi war ein interessantes Erlebnis, auch wenn wir mit dem Ergebnis "DNF" natürlich nicht zufrieden sind.

Nochmals ein ganz grosses und herzliches Dankeschön an Martin, der die "Iris" perfekt für die Regatta mit vorbereitet und aufgetankt hat. Wir haben nicht viel Sprit gebraucht und auch das Topplicht brennt auch noch hell. Die Ersatzbatterie haben wir nicht gebraucht und an Bord gelassen.

Heiko

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Distanzfahrt Herrliberg
16.7.2011

offizielles Resultat

Wir haben nur fast gewonnen: es gab leider wieder ein DNF. Bereits für die Hinfahrt von Wollishofen nach Herrliberg mussten wir den Benziner zu Hilfe nehmen, mit den vorhandenen "Winden" hatten wir stundenlang die Seerose querab (zumindest haben wir es versucht, zu segeln).
Am Hafen Herrliberg stieg dann Mark dazu. Wiederum mit Motor mussten wir uns hinter die Startlinie bewegen.
Der Start um 14:00 Uhr südwärts und die Fahrt zur ersten Tonne bei Horgen mit Spi verlief sehr gut, wir hatten sicher mehr als 10 Schiffe hinter uns, unter anderem die "Carib" und auch High-Performance-Schiffe, diese hatten einfach noch weniger Wind als wir. Zur zweiten Boje vor Thalwil ging's wiederum mit Spi (man kann ziemlich am Wind fahren, ähnlich wie mit einem Gennaker), aber hier standen wir doch einige Male (mit den anderen Schiffen zusammen) auf dem welligen und windlosen Zürisee. Nach der zweiten Boje Richtung Zwischenwertung vor Herrliberg erlebten wir ziemlichen Frust: Auch
wenn wir jeden Windhauch auszunützen versuchten - die Wellen auf dem Zürichsee liessen das Boot festsitzen und bremsten jedes Weiterkommen. Doch ganz langsam kam die Zwischenzieltonne näher, allerdings lief uns die Zeit davon. Etwa 50 Meter vor der Tonne gab's den laut hörbaren Regatta-Abbruch um genau 18:30 Uhr. Vergeblicher Kampf gegen Sonne, Hitze, Stimmung, Wellen,
Windlöcher, Flauten!
Immerhin: Es haben uns nur wenige (Renn-)Schiffe überrundet (und die Regatta vollständig gefahren), und unsere Mitbewerber Loulou, Happiness und Carib waren immer in Sicht- und teilweise Rufdistanz zu uns (siehe auch auf den Bildern nebenan [Bilder nicht von mir, sondern vom offiziellen Fotograf]).
Toni

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"Loulou"

"Carib" und "Happiness",


Halbinsel Au-Cup
3.9.2011

offizielles Resultat

Schon der Wetterbericht deutete darauf hin, dass es keine Sturmfahrt geben wird: Eine sehr flache Luftdruckverteilung über ganz Europa, heiss, allenfalls eine Front für den Sonntag. Die Überführung war wiederum sehr ähnlich wie beim letzten Mal, die schwachen Winde aus Süden führten dazu, dass die Seerose immer querab lag. Irgendwann nach dem Baden beschlossen wir, mit Motorenhilfe nach Au zu gelangen. Gegen 20 Uhr machten wir im Hafen Rietliau fest.

Samstag, vor dem Start. Viele Crews wurden hier am Steg aufgeladen, es war ein emsiges Treiben vor der Regatta. Auch meine Crew - Elisabeth und Anna - kamen mit dem Zug und bestiegen das vorbereitete Schiff. Mangels Wind fuhren wir unter Motor hinter die Startlinie. Der Start um 13:30 musste wiederholt werden, da es offenbar einfach zu viele Schiffe fast manövrierunfähig einfach über die Startlinie getrieben hat. Der zweite Start ging besser, auch für uns; es hat ein Windhäuchchen aus Osten gegeben. Wir setzten den Spi so schnell wie möglich und fuhren mit allen Windrichtungen unter Spi, auch am Wind: Der Spi hat trotz allem die grössere Segelfläche als das Fock, auch wenn es bei weitem nicht die ideale Form wie z.B. ein Code-Zero-Genua hat.

Tröstlich: auch die anderen Boote hatten diesmal nicht mehr Wind und trieben an diesem heissen Nachmittag (31 Grad) ganz langsam vor dem Wind und schaukelten durch die Wellen der vielen Motorboote. Bei der ersten Boje vor Meilen waren wir eindeutig vor unseren Konkurrenten Loulou und Happiness, sogar die Sternschnuppe und Tiffany waren nur gerade 10 Meter vor uns. Mit langsamer Fahrt und immer noch Winden aus allen Richtungen gelangten wir nach Horgen zur Boje mit der Zwischenwertung. Bis hierher (3.4nm) brauchten wir mehr als 3.5 Stunden, wir hatten also einen Schnitt von weniger als einem Knoten Geschwindigkeit. Aber immerhin, wir waren nicht die Letzten.

Für die restlichen 6 Meilen hatten wir noch 3/4 Stunden zur Verfügung, auch bei besten Verhältnissen mit der Etap20 nicht zu schaffen. So brachen wir unsere Regatta ab und segelten zum Bahnhof Horgen, wo Anna uns dann per S-Bahn verliess. Die Heimfahrt nach Wollishofen war grösstenteils unter Motor. Zuhause angelangt (21:00 Uhr) begann es zu regnen. Toni

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Distanzfahrt Enge
17.09.2011

offizielles Resultat

Der Wetterbericht am Freitag kündigte an: Bewölkt, Regen im Norden. Am Morgen beim Klarieren gegen 09:00 h gab es 3 Tropfen Regen. Wind aus SSW bis SSO, ca. 1 Bft. Wir konnten vor der Startlinie gut aufkreuzen, alle Gruppen dicht zusammen. Der Start war nicht super aber gut und es ging relativ zügig mit Aufkreuzen bis zum Küsnachter Horn. Dann liess der Wind nach und wir haben sehr lange Herrliberg/Seepolizei Oberrieden angeschaut. Bis um 14:30 h waren wir gut im Rennen: Lou Lou querab, Happiness hinter uns. Auch Shiri war noch in guter Sichtweite.

Lou Lou erwischte ein Häuchlein Wind vor Horgen und konnte so die Bojen runden, die wir kaum sehen konnten. Gegen 16:00 h: wir konnten beobachten, dass Happiness, immer noch hinter uns, die Segel barg, kam Wind aus Nördlicher Richtung 1 Bft. zunehmend. Caroline voller Optimismus: wir setzen den Spi! Inzwischen bis zu 3 Bft. und wir haben um 16:45 h doch noch die Boje für die Zwischenzeit vor Meilen runden können. Nun ging es aber wieder auf die Kreuz zurück nach Zürich. Um 17:40 h waren wir auf Höhe Grenze Thalwil/Rüschlikon, also keine Chance die Ziellinie zu überqueren.
Unter Motor sind wir dann Richtung Wollishofen gefahren und haben gesehen, auch Lou Lou hat es nicht über die Ziellinie geschafft.
Die Zeit ist schnell vergangen, denn trotz ständiger Konzentration, war sehr gute Stimmung an Bord und es gab vieles zu Erklären, Besprechen und das Lachen ist uns nie vergangen.
Vielen Dank an Hanspeter für die Hilfe vor dem Start, am Abend und für die tollen Fotos, die er von uns und der Regatta gemacht hat.
Elke, Emanuela und Caroline










Jahreswertung Ruf Langstrecken-Cup 2011 der Klasse S5

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